Die musikalische Bildung in Deutschland sinkt dramatisch, das Durchschnittsalter des Klassik-Publikums steigt – angesichts dieser Trends sorgen sich die Konzertveranstalter um ihr Nachwuchspublikum. Da sich viele Jugendliche heute durch neue Medien Wissen erschließen, liegt gerade in der Musikvermittlung über Internet, Screens, Hörbücher, CDs oder DVDs eine Chance, neue Zielgruppen für die klassische Musik zu gewinnen.
Eine Studie des Institutes für Kultur- und Medienmanagement Hamburg (KMM) in Kooperation mit der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) – angeregt durch den Silberfuchs-Verlag in Hamburg/Kayhude - untersuchte jetzt die Einsatzmöglichkeiten neuer Medien als Vermittlungsinstrument im Konzertbetrieb.
Das Ergebnis: Die Wirksamkeit neuer Medien wird durch Konzertveranstalter, Orchester, Opernhäuser, Musikschulen und Musikfestivals als sehr hoch eingeschätzt. Der Einsatz neuer Medien scheitert aber oft an lizenzrechtlichen Einschränkungen sowie finanziellen und personellen Engpässen.
Prof. Friedrich Loock, KMM-Direktor, resümiert: „Es ist höchste Zeit, eine gemeinsame Offensive in der Musikvermittlung zu starten. Die Gelder sind knapp, da sind Kooperationen von Konzertveranstaltern, Bildungsträgern, Medien und Verlagen die beste Chance, die Ressourcen zu bündeln und kostendeckend zu arbeiten.“
Eine ausführliche Darstellung der Zielstellung der Studie und deren Ergebnisse können Sie hier nachlesen:
Auswertung Studie Musikvermittlung [335 KB]
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